Was ist neu Methodik Quellen

← Zurück zur Übersicht

NRW · Drs. 18/18246 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 18.03.2026

Fachkräfte stärken und Ganztag sichern: Ergänzende Maßnahmen für Förderschulen „Geistige Entwicklung“ und „Körperlich-motorische Entwicklung“ in Nordrhein-Westfalen zu „NRW muss funktionieren! Verlässlichen Ganztag an Förderschulen sicherstellen: Mehr Fachkräfte für Bildung, Betreuung und Teilhabe an Schulen mit Förderschwer-punkt „Geistige Entwicklung“ und „Körperlich-motorische Entwicklung“ Antrag der Fraktion der SPD Drucksache 18/14544

BildungInklusionSozialesArbeitsmarkt
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert eine systemische Fachkräftestrategie für Förderschulen mit den Schwerpunkten Geistige und Körperlich-motorische Entwicklung, um den gebundenen Ganztag, die Ferienbetreuung und die sonderpädagogische Förderung verlässlich und inklusiv zu sichern.

Kernforderungen
  • Deprofessionalisierung durch Erlass stoppen
  • Studienplatzoffensive bedarfsorientiert ausweiten
  • Verbindliche Qualifizierung für Seiteneinsteiger
  • Kostenfreie, inklusive Ferienbetreuung
  • Langfristiges Gesamtkonzept zur Fachkräftesicherung
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag setzt sich konsequent für inklusive Bildung, soziale Gerechtigkeit und menschenwürdige Arbeitsbedingungen ein. Er adressiert systemisch den Fachkräftemangel an Förderschulen, fordert Qualifizierung statt Deprofessionalisierung, verbindliche Ferienbetreuung und evidenzbasierte Steuerung — alles Kernfelder der GWÖ-Matrix. Besonders stark sind die Bezüge zu D1 (Menschenwürde durch inklusive Teilhabe), D4 (soziale öffentliche Leistung durch verlässlichen Ganztag) und C3 (ökologische Nachhaltigkeit indirekt über langfristige Systemstabilität). Kein Feld weist einen negativen Wert auf.

Stärkster Wert — Stärken

Konsequente Fokussierung auf Menschenwürde und Inklusion; Systemische Diagnose statt Symptombehandlung

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Verknüpfung mit Klima- und Umweltdimensionen (z.B. Barrierefreiheit als Teil ökologischer Nachhaltigkeit); Fehlender Bezug zur digitalen Inklusion (z.B. assistive Technologien im Ganztag)

Matrix 2.0 · 25 Felder

Schwerpunkt-Felder: D1D2D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
++
++
D · Bürger:innen
++
++
E · Gesellschaft & Natur
++

Bewertungs-Kontext

Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 13.04.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.

Programm-Treue pro Fraktion

SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag spiegelt Kernforderungen des SPD-Wahlprogramms 2022 wider: Inklusion als systemische Aufgabe (Q4), Ganztag als Rechtsanspruch und Lebensmittelpunkt (Q7), soziale Durchlässigkeit (Q8), sowie die Stärkung der pädagogischen Fachkräfte (Q1–Q3). Alle zentralen Punkte wie Ferienbetreuung, multiprofessionelle Teams und Qualifizierung sind direkt abgebildet.

„Wir wollen Schulen, in denen Kinder mit körperlichen, geistigen oder emotionalen Herausforderungen jederzeit willkommen sind. Nicht die Kinder und ihre Eltern sind das Problem, sondern die aktuellen Rahmenbedingungen."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 28 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das Hamburger Programm betont Inklusion (Q27), soziale Durchlässigkeit (Q8), Weiterbildung (Q9) und gute Arbeit (Q10). Der Antrag konkretisiert diese Prinzipien für den sonderpädagogischen Bereich — nur geringfügig weniger stark verankert als im Wahlprogramm.

„Wir wollen die Ganztagsschule ausbauen – als Ort des Lernens und des sozialen Miteinanders. Sie wird neben der Familie zu einem Lebensmittelpunkt von Kindern und Jugendlichen."
✓ verifiziert SPD Grundsatzprogramm 2007, S. 64 · PDF öffnen
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag ist mit CDU-Wahlprogramm 2022 kompatibel: Familienzentren (Q12), Offener Ganztag (Q13), Fachkräftesicherung (Q11/Q14) und multiprofessionelle Unterstützung (Q12) werden angesprochen. Allerdings fehlt der explizite Bezug zur 'Leistungsorientierung' oder zum 'differenzierten Schulsystem', was eine volle Übereinstimmung verhindert.

„Wir unterstützen die Entwicklung von Grundschulen zu sozial-räumlichen Knotenpunkten und einer Anlaufstelle für Familien sowie zu Orten der Begegnung, Beratung und Begleitung für Kinder und ihre Eltern."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 68 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont Schutz vor Extremismus (Q18), duale Ausbildung (Q19) und soziale Verantwortung (Q17). Der Antrag entspricht dem Subsidiaritätsprinzip (Q16) und der Verantwortung für vulnerable Gruppen, aber nicht dem Leistungsprinzip als primärem Steuerungskriterium.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag entspricht vollständig grünen Kernpositionen: Inklusion als selbstverständlicher Standard (Q24/Q27), multiprofessionelle Teams (Q23), Ganztag als Rechtsanspruch (Q23), Ferienbetreuung als inklusives Angebot (Q23), und Qualitätsstrategie statt kurzfristiger Notlösungen (Q21/Q22).

„Es darf nicht länger vom Wohnort abhängen, ob Kinder die Chance auf eine beitragsfreie ganztägige Bildung bekommen und ihre Eltern Familie und Beruf vereinbaren können."
✓ verifiziert Grüne NRW Wahlprogramm 2022, S. 64 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Das Grundsatzprogramm 2020 fordert explizit inklusive Bildung (Q27), flächendeckende frühkindliche Bildung (Q26), Rechtsanspruch auf Weiterbildung (Q30) und qualifizierte Fachkräfte (Q28). Der Antrag ist eine direkte Umsetzung dieser Leitideen.

„Alle Kitas und Schulen in Deutschland sollen sich zu inklusiven Orten weiterentwickeln. Das muss sich in einer ausreichenden Anzahl an entsprechend ausgebildeten Mitarbeiter*innen widerspiegeln."
✓ verifiziert Grüne Grundsatzprogramm 2020, S. 94 · PDF öffnen
FDP
Wahlprogramm 4/10

Der Antrag widerspricht zentralen FDP-Positionen: Er fordert staatliche Regulierung (berufsbegleitende Zusatzqualifikationen, verbindliche Profile), nicht marktbasierte Lösungen; kritisiert 'Deprofessionalisierung' statt Bürokratieabbau; und setzt auf Planung statt Eigenverantwortung. Zwar gibt es Berührungspunkte bei Digitalisierung (Q22), aber keine inhaltliche Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 3/10

FDP-Grundsatzprogramm 2012 betont Freiheit, Eigenverantwortung und Marktwirtschaft (Q31–Q35). Der Antrag verlangt staatliche Steuerung, verbindliche Qualifikationen und kollektive Verantwortung — fundamentaler Widerspruch zu 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Er fördert Inklusion, Gender-Neutralität ('Schülerinnen und Schüler'), und staatliche Intervention — alles entgegen AfDs Fokus auf 'Leistungsprinzip', 'deutsche Kultur' und Ablehnung von 'Ideologie'. Keine Übereinstimmung mit Bildungs-, Migrations- oder Energiepolitik.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Verbesserungsvorschläge

Vorschlag 1 von 3
die Ferienbetreuung für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf kostenfrei, inklusiv, barrierefrei und wohnortnah sicherzustellen, unter Einbindung von Jugendhilfe, freien Trägern und kommunalen Einrichtungen gemäß § 72 SGB VIII .

Stärkt ökologische Nachhaltigkeit (E3) durch klare Verankerung im SGB-VIII-Rahmen und verbessert Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch rechtliche Verbindlichkeit.

Vorschlag 2 von 3
eine transparente, jährlich veröffentlichte Datenerhebung über unbesetzte Fachlehrerstellen, Unterrichtsausfall, Ganztagsversorgung und deren Verteilung nach Region, Schwerpunkt und sozialem Index einzuführen

Verbessert soziale Gerechtigkeit (D4) durch sozialräumliche Differenzierung und ermöglicht gezielte Interventionen in benachteiligten Regionen.

Vorschlag 3 von 3
die Studienplatzoffensive NRW spezifischer im Bereich Sonderpädagogik auszuwerten und regionale Kapazitätslücken mittels dynamischer, bedarfsorientierter Zuweisung von Studienplätzen zu schließen

Stärkt Solidarität (D2) durch gerechte Ressourcenverteilung und erhöht die Wirksamkeit der Fachkräftestrategie (C3).

Abstimmungsergebnis

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Uneingeschränkt unterstützen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-118 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 3 Nein · 1 Enth.
Ja: SPD
Nein: AfD CDU GRÜNE
Enth.: FDP
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

Ähnliche Anträge

Lade …

Bewertungs-Historie

Lade…

Kommentare

Lade…