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SH · Drs. 20/4287 · Antrag · 20. Wahlperiode · eingebracht 30.03.2026

Theaterland Schleswig-Holstein - Fortschreibung des Konzeptes zur Sicherung der öffentlichen Theater

KulturTheaterKulturpolitikKommunale Daseinsvorsorge
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der SSW-Antrag fordert die Fortschreibung des Konzepts zur Sicherung der öffentlichen Theater in Schleswig-Holstein für 2026–2031, mit Fokus auf flächendeckende, qualitativ hochwertige und vernetzte Theaterstrukturen – einschließlich freier und privater Träger.

Kernforderungen
  • Fortschreibung des Theaterkonzepts bis 2031
  • Einbeziehung freier und privater Theater
  • Gesamtüberblick der Finanzierungsstruktur
  • Vernetzung aller Theatersparten
  • Definition zukünftiger Landesmaßnahmen
8.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag stärkt soziale Teilhabe (D1, D4), kulturelle Demokratie (D5, E5) und regionale Wertschöpfung (C2, D2). Er fördert Transparenz durch Forderung nach Gesamtüberblick der Finanzierungsstruktur (B2, B4) und Mitbestimmung durch Vernetzung aller Theatersparten (D5). Ökologische Nachhaltigkeit bleibt unberücksichtigt — kein Verweis auf Klimaschutz bei Sanierung oder Betrieb. Ein Feld (E3) erhält daher 0, was den Score leicht dämpft, aber keine gravierenden Widersprüche bestehen.

Stärkster Wert — Stärken

klare Fokussierung auf kulturelle Teilhabe (D1); starke Verankerung in SSW-Wahlprogramm (Q1–Q3)

Schwächster Wert — Schwächen

kein Bezug zu ökologischer Nachhaltigkeit (E3); fehlende Verankerung von Tariftreue und sozialer Absicherung

Matrix 2.0 · 25 Felder

Schwerpunkt-Felder: D1D4D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
+
C · Verwaltung
+
D · Bürger:innen
++
++
+
E · Gesellschaft & Natur

Bewertungs-Kontext

Wahlperiode: 20. Wahlperiode (2022-06-07 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Günther II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 12.04.2026 mit qwen-plus-latest gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.

Programm-Treue pro Fraktion

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht vollständig der CDU-Kulturpolitik: Er fordert Erhalt und Sanierung der Lübecker MUK und Kieler Schloss-Spielstätte, unterstützt Theater in Kiel/Lübeck/Landestheater, verlangt Förderung freier Theater und strukturelle Stärkung – exakt wie in [Q7] gefordert.

„Wir unterstützen die Theater in Kiel und Lübeck sowie das Landestheater an seinen verschiedenen Spielorten bei anstehenden Investitionen."
✓ verifiziert CDU Schleswig-Holstein Wahlprogramm 2022, S. 157 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Die CDU betont Kultur als Gemeinwohl-Aufgabe und Subsidiarität – der Antrag respektiert kommunale Verantwortung und ergänzt sie durch landesweite Konzeptentwicklung, was dem christlich-demokratischen Menschenbild und der staatlichen Verantwortung für Kultur entspricht.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag deckt sich nahtlos mit grüner Kulturpolitik: Förderung von Theater als Demokratiearbeit (Q17), Unterstützung der freien Szene (Q18), Vernetzung aller Sparten (Q16/Q18), und kulturelle Teilhabe als Schlüssel für soziales Miteinander.

„Kulturelle Bildung und Teilhabe sind für uns der Schlüssel für ein gelingendes soziales Miteinander. Kulturarbeit ist Demokratiearbeit und somit kein Luxus, sondern die Basis für eine solidarische und vielfältige Gesellschaft."
✓ verifiziert Grüne Schleswig-Holstein Wahlprogramm 2022, S. 77 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das Grundsatzprogramm betont Kulturorte als unverzichtbar für die Gesellschaft und fordert Förderung nationaler Minderheiten und Regionalsprachen – der Antrag zielt auf flächendeckende, inklusive Theaterstrukturen, was (221) Q21 entspricht.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag unterstützt SPD-Kernziele wie kulturelle Teilhabe, soziale Infrastruktur und Chancengleichheit, jedoch fehlt expliziter Bezug zu Bildungsgerechtigkeit, Kitas oder Ganztagsschule – Themen, die im NRW-Wahlprogramm stark gewichtet sind. Keine direkten Zitate aus SH-Wahlprogramm verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

Das Hamburger Programm betont Solidarität, Gerechtigkeit und kulturelle Teilhabe als Grundrecht – der Antrag folgt dieser Linie, aber ohne expliziten Bezug zur Transformation der Arbeitswelt oder zum Recht auf Arbeit (Q23), weshalb Score moderat bleibt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 5/10

Der Antrag widerspricht nicht, aber passt nur partiell zur FDP-Politik: Er fordert mehr staatliche Steuerung (Konzept, Vorgaben), während die FDP Bürokratieabbau und Eigenverantwortung priorisiert. Kein Bezug zu Digitalisierung oder Marktwirtschaft – zentrale FDP-Themen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Die FDP betont individuelle Freiheit und schlanken Staat; der Antrag setzt auf kooperative, konzeptionelle Landessteuerung – kein Widerspruch, aber auch keine aktive Förderung der FDP-Leitideen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SSW Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist wörtlich aus dem SSW-Wahlprogramm abgeleitet: Er fordert gezielte Förderung freier Theater, strukturelle Stärkung der Musikschulen und Kulturzentren, flächendeckende Angebote und kulturelle Teilhabe – alles direkt belegt in Q1–Q3.

„Wir wollen die freien Theater müssen weiterhin vom Land unterstützt werden, um die Vielseitigkeit unserer Theaterlandschaft zu erhalten."
✓ verifiziert SSW Schleswig-Holstein Wahlprogramm 2022, S. 70 · PDF öffnen
„Wir sehen Kultur als Kernaufgabe des demokratischen Gemeinwesens an und setzen uns für die demokratische Teilhabe an Kultur für die gesamte Gesellschaft ein."
✓ verifiziert SSW Schleswig-Holstein Wahlprogramm 2022, S. 67 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Obwohl kein eigenes Parteiprogramm im Kontext vorliegt, orientiert sich der Antrag an den SSW-Kernwerten: Minderheitenschutz, Regionalität, kulturelle Selbstbestimmung und soziale Teilhabe – dies entspricht dem historisch gewachsenen Profil der Partei.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Verbesserungsvorschläge

Vorschlag 1 von 3
Um ein flächendeckendes, öffentliches und qualitativ hochwertiges Theaterangebot für ganz Schleswig-Holstein zu sichern, soll das Konzept folgende Punkte berücksichtigen: - Gesamtüberblick der Gesellschafter- und Finanzierungsstruktur unter Berücksichtigung ökologischer Kriterien (z. B. Energieeffizienz, nachhaltige Beschaffung) - kulturpolitischen Zielsetzungen für eine entsprechende Zielgruppenarbeit mit Fokus auf Barrierefreiheit, Minderheitensprachen und Jugendbeteiligung - Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen privaten, freien und öffentlichen Theatern sowie Bibliotheken, Volkshochschulen und Schulen als Dritte Orte - Planungssicherheit und die Weiterentwicklung des flächendeckenden Angebotes unter Einbeziehung von Klimaanpassungsmaßnahmen und digitalen Zugängen

Stärkt die Felder E3 (Ökologische Nachhaltigkeit), D1 (Menschenwürde/Barrierefreiheit), D5 (Transparenz & Mitbestimmung) und C2 (Verwaltungsverantwortung für Nachhaltigkeit)

Vorschlag 2 von 3
Weiterhin sind zukünftige unterstützende Maßnahmen des Landes zu definieren, die tariftreue Vergabe, faire Entlohnung und soziale Absicherung aller am Theater Beteiligten sicherstellen , sowie Szenarien zur Kostenreduzierung bzw. Neustrukturierung von Angeboten und deren Auswirkungen auf Personalstruktur und Angebotsvielfalt unter Einhaltung des Sozialstaatsprinzips und unter Beteiligung der Beschäftigtenvertreter:innen und Möglichkeiten für eine Verbesserung der Eigenwirtschaftsquote des Landestheaters ohne Einschränkung der künstlerischen Freiheit und sozialen Funktion .

Stärkt D4 (Soziale Gerechtigkeit), C3 (Verwaltungsethik), B2 (Finanzverantwortung) und schützt vor Kommerzialisierungswidrigkeit

Vorschlag 3 von 3
Der Landtag erkennt an, dass die öffentlichen Theater eine unverzichtbare Säule der Kulturlandschaft in Schleswig-Holstein sind, die als gemeinwohlorientierte Institutionen Menschenwürde, Solidarität, ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung konkret umsetzen – deren Strukturen daher systematisch zu fördern, zu erhalten und weiterzuentwickeln sind.

Explizite Verankerung der fünf GWÖ-Werte im Antragstext stärkt die normative Fundierung und macht den Gemeinwohlbezug unmissverständlich

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