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BUND · Drs. 21/2562 · Antrag · 21. Wahlperiode · eingebracht 05.11.2025

Weiterbildung für alle möglich machen - Aufstiegs-BAföG jetzt grundlegend reformieren

BildungArbeitsmarktSozialesCare-Arbeit
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert eine umfassende Reform des Aufstiegs-BAföG, um Weiterbildung für alle zugänglich zu machen — insbesondere für Teilzeitlernende, Care-Arbeitende und Strukturwandelsbetroffene — durch Teilzeitöffnung, Vollzuschuss für Meisterausbildung, erhöhten Kinderbetreuungszuschlag und bedarfsgerechte Unterhaltsregelung.

Kernforderungen
  • Teilzeitöffnung des Unterhaltsbeitrags
  • Kopplung an BAföG-Bedarfssatz
  • Erweiterung auf gleichwertige Fortbildungen
  • Erhöhung des Kinderbetreuungszuschlags auf 250 €
  • Kostenfreie Meisterausbildung als Vollzuschuss
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag stärkt systematisch soziale Gerechtigkeit (D4) durch Teilhabe an Weiterbildung unabhängig vom Einkommen oder Care-Verpflichtungen, fördert ökologische Nachhaltigkeit (E3) indirekt über Qualifizierung für grüne Berufe und digitale Transformation, und stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch inklusive Zugänge. Er berührt Menschenwürde (D1) durch Anerkennung lebenslangen Lernens als Grundrecht und Solidarität (D2) durch kollektive Investition in menschliche Potenziale. Kein Feld weist negative Bewertung auf.

Stärkster Wert — Stärken

Starke Verankerung in GWÖ-Werten Solidarität und soziale Gerechtigkeit; Konkrete, umsetzbare Maßnahmen mit klarer Zielgruppenorientierung

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Verknüpfung mit ökologischer Transformation (z.B. Förderung grüner Kompetenzen); Keine Regelung zur Beteiligung von Gewerkschaften und Betriebsräten bei der Umsetzung (D5)

Matrix 2.0 · 25 Felder

Schwerpunkt-Felder: D2D4D1
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
+

Bewertungs-Kontext

Wahlperiode: 21. Wahlperiode (2025-03-25 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Merz I (CDU+CSU+SPD), vereidigt 2025-05-06
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 07.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.

Programm-Treue pro Fraktion

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag entspricht der CDU-Forderung nach Anpassung des Aufstiegs-BAföG an den technologischen Wandel ([Q11]) und nach Förderung beruflicher Fortbildung im Handwerk. Allerdings fehlt die CDU-typische Betonung der Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft; stattdessen steht kollektive Absicherung im Vordergrund.

„Aufstiegs-BAföG dem technologischen Wandel anpassen. Gerade im Handwerk braucht Deutschland Fachkräfte."
✓ verifiziert CDU Wahlprogramm Bundestagswahl 2025, S. 69 · PDF öffnen
Parteiprogramm 6/10

Die CDU betont Arbeit als solidarische Verpflichtung ([Q16]), aber das Konzept eines Vollzuschusses ohne Rückzahlungsverpflichtung widerspricht ihrem Prinzip der Eigenverantwortung. Dennoch wird Weiterbildung als gesellschaftliche Aufgabe anerkannt ([Q19]).

„Wir wollen, dass Ausbildungsberufe die gleiche Wertschätzung wie akademische Berufe erhalten"
✓ verifiziert CDU Grundsatzprogramm 2024, S. 48 · PDF öffnen
CSU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Identisch mit CDU-Wahlprogramm; [Q21] und [Q22] belegen Übereinstimmung mit Anpassung des Aufstiegs-BAföG und Förderung beruflicher Orientierung. Die CSU teilt die Zielrichtung, jedoch nicht die konsequente Entlastung von Care-Arbeitenden.

„Aufstiegs-BAföG dem technologischen Wandel anpassen. Gerade im Handwerk braucht Deutschland Fachkräfte."
✓ verifiziert CSU Wahlprogramm Bundestagswahl 2025, S. 69 · PDF öffnen
Parteiprogramm 6/10

Keine eigenständigen CSU-Grundsatzprogramm-Quellen im Kontext; Bewertung erfolgt analog CDU. Keine Widersprüche, aber keine explizite Deckung aller Reformpunkte (z.B. Vollzuschuss).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Förderung von Care-Arbeit, staatlicher Vollzuschuss und Teilzeitöffnung stehen im Gegensatz zum AfD-Prinzip der Eigenverantwortung und Ablehnung von 'Subventionen' ([Q20]). Auch die Fokussierung auf Strukturwandel widerspricht ihrer Ablehnung der Energiewende.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Keine passenden Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag deckt sich nahezu vollständig mit der SPD-Forderung nach einem Rechtsanspruch auf Weiterbildung und beruflichen Neustart ([Q27]), der Stärkung des BAföG ([Q28]), und der Bekämpfung des Gender Pay Gap durch bessere Teilhabe ([Q27]). Der Kinderbetreuungszuschlag korrespondiert mit der SPD-Betonung von Care-Arbeit als gesellschaftliche Aufgabe ([Q27], [Q4]).

„Unser Ziel ist ein Recht auf Weiterbildung und beruflichen Neustart in allen Lebensphasen."
✓ verifiziert SPD Regierungsprogramm Bundestagswahl 2025, S. 14 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das Hamburger Programm verankert Weiterbildung als vierte Säule des Bildungssystems ([Q31]) und fordert ein Recht auf Weiterbildung ([Q32]), finanzielle Sicherstellung ([Q31]) und Freistellungsansprüche — alles direkt adressiert im Antrag. Die Ausweitung auf Teilzeit und Care-Arbeit entspricht der sozialdemokratischen Vorstellung von „Erwerbsbiografien“ ([Q32]).

„Weiterbildung in der lernenden Gesellschaft Für die lernende Gesellschaft wollen wir die Weiterbildung zur vierten Säule unseres Bildungssystems ausbauen."
✓ verifiziert SPD Grundsatzprogramm 2007, S. 66 · PDF öffnen
GRÜNE Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist wörtlich aus dem Grünen Regierungsprogramm 2025 abgeleitet: Die Forderung nach Weiterbildung als Schlüssel gegen Strukturwandel ([Q6]), die Ausweitung auf Care-Arbeitende ([Q4]), die Förderung von Teilzeit und Inklusion ([Q3], [Q7]) sowie die Betonung von Alphabetisierung und Grundbildung ([Q5]) sind alle direkt abgebildet.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 10/10

Alle Kernforderungen spiegeln das Grundsatzprogramm wider: Rechtsanspruch auf Weiterbildung ([Q6]), Anerkennung von Brüchen im Werdegang ([Q7]), inklusives Lernen ([Q9]), und Öffnung für Menschen mit Behinderung ([Q10]). Die Betonung von Care-Arbeit ([Q4]) und Sprachbildung ([Q3]) unterstreicht die systemische Gerechtigkeitsperspektive.

„Die Veränderung der Arbeitswelt verlangt den Menschen viel ab: Flexibilität, Umstellung, Anstrengung. Es braucht einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung und Umschulung, die solidarisch finanziert werden."
✓ verifiziert Grüne Grundsatzprogramm 2020, S. 87 · PDF öffnen
„Es braucht einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung und Umschulung, die solidarisch finanziert werden."
✓ verifiziert Grüne Grundsatzprogramm 2020, S. 87 · PDF öffnen
LINKE
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BSW
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 3/10

Der Antrag widerspricht dem FDP-Prinzip der Eigenverantwortung und marktwirtschaftlichen Steuerung ([Q20]). Die Forderung nach Vollzuschuss, Kostenfreiheit und staatlicher Unterhaltsförderung steht im Kontrast zur FDP-Position, dass 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung' steht. Lediglich die Digitalisierungskomponente findet partielle Resonanz.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Keine passenden Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Verbesserungsvorschläge

Vorschlag 1 von 3
der Unterhaltsbeitrag nach § 10 AFBG wird für alle Aufstiegsfortbildungen, auch in Teilzeit, geöffnet — mit automatischer Anpassung an den wöchentlichen Stundenumfang ;

Stärkt GWÖ-Feld D5 (Mitbestimmung) durch klare, transparente Regelung und D4 (soziale Gerechtigkeit) durch echte Teilhabe für Care-Arbeitende.

Vorschlag 2 von 3
der Kinderbetreuungszuschlag nach § 10 AFBG wird auf 350 Euro pro Monat angehoben und pauschal für jedes Kind bis 14 Jahre gewährt ;

Verbessert direkte Unterstützung für Care-Arbeitende (GWÖ-Feld D2/Solidarität und D4/soziale Gerechtigkeit), da 250 € unter dem tatsächlichen Durchschnittspreis für Kitas liegt.

Vorschlag 3 von 3
die Meisterausbildung sowie gleichgestellte Weiterbildungen an Fachschulen und -akademien werden kostenfrei für alle Teilnehmer*innen — inklusive einer Pauschale für digitale Endgeräte und Lernsoftware ;

Berücksichtigt digitale Teilhabe als Voraussetzung für moderne Weiterbildung (GWÖ-Feld D1/Menschenwürde und D5/Transparenz & Mitbestimmung).

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Bewertungs-Historie

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Kommentare

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