Was ist neu Methodik Quellen

← Zurück zur Übersicht

BUND · Drs. 21/3602 · Antrag · 21. Wahlperiode · eingebracht 13.01.2026

Landwirtschaft und Ernährung zukunftsfähig gestalten

LandwirtschaftErnährungKlimaschutzTierschutzSoziale Gerechtigkeit
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert eine umfassende, ökologisch-soziale Transformation der deutschen Agrar- und Ernährungspolitik mit klaren Zielen, transparenten Instrumenten und starker Bürgerbeteiligung.

Kernforderungen
  • Umwelt- und Tierschutzleistungen statt Flächenprämien
  • Preistransparenz und Marktmacht-Begrenzung
  • Kostenfreies Kinder-Mittagessen und gesunde Gemeinschaftsverpflegung
  • Moorvernässung, Pestizidreduktion, 30 % Bio bis 2030
  • Globale Verantwortung und Verbot von Pestizidexporten
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag deckt alle fünf Werte der GWÖ-Matrix ab: Menschenwürde (z. B. durch faire Einkommen, Zugang zu gesunder Ernährung), Solidarität (regionale Wertschöpfung, globale Verantwortung), ökologische Nachhaltigkeit (Moorvernässung, Pestizidreduktion, Agroforst), soziale Gerechtigkeit (Kinder-Mittagessen, Pflegeverpflegung, Tarifgerechtigkeit) und Transparenz & Mitbestimmung (FairFood-App, Ombudsstelle, Bürger*innenrat). Besonders stark sind die Felder D4 (soziale öffentliche Leistung), D3 (ökologische Infrastruktur) und E3 (globale ökologische Verantwortung). Kein Feld weist einen negativen Wert auf.

Stärkster Wert — Stärken

Systemische Perspektive (von Produktion bis Konsum); Starke Verankerung aller fünf GWÖ-Werte

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Verknüpfung von Agrarwende und Klimaschutz in der Einleitung; Unklare Finanzierungsvorschläge für große Vorhaben (z. B. kostenfreies Mittagessen)

Matrix 2.0 · 25 Felder

Schwerpunkt-Felder: D4A2E3B2
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
++
++
++
++
++
B · Finanzen
++
++
++
++
++
C · Verwaltung
+
++
++
++
++
D · Bürger:innen
++
++
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
++
++
++
++

Bewertungs-Kontext

Wahlperiode: 21. Wahlperiode (2025-03-25 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Merz I (CDU+CSU+SPD), vereidigt 2025-05-06
Diese Bewertung wurde am 07.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.

Programm-Treue pro Fraktion

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht zentralen CDU-Positionen: Ablehnung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel (Q12), Kritik an 'fossilen Technologien' (gegen Agrardieselrückvergütung Q11), Forderung nach Abschaffung pauschaler Flächenprämien (Q11 konträr), Ablehnung neuer Züchtungstechnologien (Q16).

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Widerspricht Grundsatzprogramm 2024: CDU betont 'Technologieoffenheit' (Q16), 'moderne Pflanzenzüchtung' (Q12/Q16), 'Agrardieselrückvergütung' (Q11), 'Marktwirtschaftlichen Umweltschutz' (Q18) — nicht Ökologie-zentrierte Regulierung wie im Antrag.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CSU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 2/10

Identisch mit CDU-Wahlprogramm (Q21–Q25); gleiche Widersprüche: Kritik an Agrardieselrückvergütung, Pflanzenschutzmitteln, pauschalen Prämien und neuen Züchtungstechnologien.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Keine eigenständige CSU-Grundsatzprogrammquelle im Kontext; Bewertung erfolgt analog CDU (Q16–Q20).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 0/10

Fundamentaler Widerspruch: AfD lehnt Energiewende ab, befürwortet Kernkraft/Kohle (Q37), kritisiert 'Gender-Ideologie' (Q38), fordert strikte Migrationseinschränkung (Q36), während der Antrag globale Verantwortung, ökologische Transformation und soziale Inklusion betont.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Hohe Übereinstimmung mit SPD-Regierungsprogramm 2025: Fokus auf Ernährungssicherheit (Q30), Gemeinschaftsverpflegung (Q27), faire Löhne (Q29), Grundwasserschutz (Q31), Artenvielfalt (Q31). Unterschiede: SPD betont weniger radikal als Grüne den Umbau der Agrarstruktur.

„Wir müssen auf akute Hungerkrisen reagieren können und langfristig eine Umstellung der Agrarsysteme auf Nachhaltigkeit."
✓ verifiziert SPD Regierungsprogramm Bundestagswahl 2025, S. 63 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Übereinstimmung mit Hamburger Programm: 'Nachhaltigkeit als Teil der Grundwerte' (Q35), 'soziale Gerechtigkeit' (Q35), 'Vorsorgender Sozialstaat' (Q34), 'Ökologische Verantwortung' (Q35). Weniger explizit ist dort die Agrartransformation.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist wörtlich aus dem Grünen Regierungsprogramm 2025 abgeleitet: Alle Kernforderungen (Moorvernässung Q5, Tierhaltungskennzeichnung Q3, Pestizidreduktion Q5, 30 % Bio Q4, Agroforst Q5, Paludikulturen Q1, Bürger*innenrat Q3) finden sich identisch oder nahezu wörtlich im Wahlprogramm.

„Wir brauchen auch einen sorgsameren Umgang mit wertvollen Agrarflächen. Daher wollen wir im Planungsrecht Vorrangflächen für die Nahrungsmittelproduktion einführen und Agri-Photovoltaik und weitere Ansätze zu höherer Flächeneffizienz stärken."
✓ verifiziert Grüne Regierungsprogramm Bundestagswahl 2025, S. 60 · PDF öffnen
„Tiere brauchen mehr Bewegungsfreiheit. Wir haben den Umbau der Ställe für Schweine hin zu einer tiergerechteren Haltung so stark gefördert wie keine Bundesregierung zuvor."
✓ verifiziert Grüne Regierungsprogramm Bundestagswahl 2025, S. 58 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Vollständige Übereinstimmung mit Grundsatzprogramm 2020: 'Recht auf bezahlbare, gesunde und ausreichende Nahrung' (Q6), 'Ende der Verschmutzung mit Pestiziden' (Q7), 'planetare Grenzen als Gradmesser' (Q9), 'Demokratie durch Bürger*innenbeteiligung' (Q10), 'Ökologischer Landbau' (Q9).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BSW
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 1/10

Fundamentaler Widerspruch: FDP betont 'Technologieoffenheit' (Q41), 'Emissionshandel statt Verbote' (Q41), 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung' (Q43), während der Antrag staatliche Regulierung, Verbote (Pestizide, Tiertransporte), und starke Intervention fördert.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Verbesserungsvorschläge

Vorschlag 1 von 3
dass das Prinzip „öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“ konsequent umgesetzt wird. Dafür sollen die bisherigen pauschalen Flächenprämien in der Gemeinsamen Agrarpolitik bis 2027 vollständig auslaufen und durch die Honorierung von Umwelt-, Klima-, Tierschutz- und sozialen Leistungen (z. B. faire Arbeitsbedingungen, Ausbildung) ersetzt werden;

Stärkt die Dimension 'Soziale Gerechtigkeit' (Wert 4) in Berührungsgruppe A (Lieferant:innen) und C (Verwaltung/Führung) — aktuell fehlt der soziale Aspekt in der Leistungshonorierung.

Vorschlag 2 von 3
eine verbindliche Reduktionsstrategie für Zucker, Salz und Fett mit klaren, jährlichen Meilensteinen und unabhängiger Überprüfung durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vorzulegen;

Erhöht Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5) und stärkt die Glaubwürdigkeit der Maßnahme — entspricht GWÖ-Kriterium 'Demokratische Prozesse'.

Vorschlag 3 von 3
die Empfehlungen des Bürgerrats „Ernährung im Wandel“ vorrangig und zeitnah umzusetzen und dabei insbesondere: aa) ein kostenfreies Mittagessen für alle Kinder ab 2027 flächendeckend einzuführen , finanziert durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Luxusgüter und Spekulationsgewinne ;

Stärkt 'Soziale Gerechtigkeit' (Wert 4) und 'Solidarität' (Wert 2) durch klare Finanzierung und Zeitplan — vermeidet Abhängigkeit von kommunalen Haushalten und erhöht GWÖ-Treue in Feld D4.

Ähnliche Anträge

Lade …

Bewertungs-Historie

Lade…

Kommentare

Lade…