Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine umfassende Gleichstellungspolitik für Frauen in der Landwirtschaft — von rechtlicher Absicherung und finanzieller Unabhängigkeit bis hin zu sichtbarer Repräsentanz, sensibler Bildung und internationaler Solidarität.
- Förderung von Frauen als Betriebsleiterinnen und Existenzgründerinnen
- Schließung sozialrechtlicher Lücken (Alter, Trennung, Mutterschutz)
- Gendermainstreaming in GAP und EU-Außenfinanzierung
- Geschlechterparität in Gremien und Verbesserung der Datengrundlage
Der Antrag adressiert systematisch alle fünf GWÖ-Werte: Menschenwürde (A3, D1, E1) durch Anerkennung weiblicher Arbeit und Absicherung von Rechten; Solidarität (D2, D4) durch Förderung gemeinschaftlicher Verantwortung für Care-Arbeit und ländliche Lebensqualität; Ökologische Nachhaltigkeit (D3, E3) indirekt über Resilienz starker Agrarsysteme; Soziale Gerechtigkeit (D4, B2, C3) durch faire Löhne, Alterssicherung, Zugang zu Fördermitteln; Transparenz & Mitbestimmung (D5, C5) durch geschlechterparitätische Gremien und Datenoffenlegung. Kein Feld widerspricht GWÖ — höchste Treue.
Stärkster Wert — Stärken
Systematische Adressierung aller 5 GWÖ-Werte; Starke Verankerung in internationalen SDGs und VN-Jahr 2026
Schwächster Wert — Schwächen
Keine explizite Verbindung zu ökologischer Transformation (z. B. Frauen als Treiberinnen agroökologischer Praxis)
Matrix 2.0 · 25 Felder
Bewertungs-Kontext
Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 4/10
CDU betont traditionelle Familienstrukturen und patrilineare Hofübernahme (Q17), lehnt 'Gender-Ideologie' ab (Q18). Der Antrag fordert explizit die Überwindung patrilinearer Vererbung und Sensibilisierung gegenüber Geschlechterrollen — ein klarer Widerspruch zu CDU-Kernpositionen. Zwar wird moderne Pflanzenzüchtung unterstützt (Q14), aber nicht die strukturelle Gleichstellungspolitik.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 3/10
CDU Grundsatzprogramm 2024 verweist auf 'christlich-demokratisches Menschenbild', aber nicht auf Gleichstellung als zentrales Staatsziel. Es erwähnt 'mehr Gleichstellung und Vielfalt' (Q18), jedoch ohne konkrete Maßnahmen zur Entlastung von Care-Arbeit oder Absicherung von Familienarbeitskräften — Kernforderungen des Antrags.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 4/10
CSU Wahlprogramm 2025 ist identisch mit CDU (Q21–Q25) — gleiche Akzente auf Entlastung der Landwirte, technologieoffener Klimaschutz, aber keine Gleichstellungspolitik. Forderung nach 'geschlechterparitätischen Gremien' und 'Sensibilisierung gegenüber Geschlechterrollen' widerspricht CSU-Positionen zur Familie und Tradition.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 3/10
Keine CSU-Grundsatzprogramm-Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 0/10
Vollständiger Widerspruch: AfD lehnt 'Gender-Ideologie' ab, setzt auf traditionelles Familienbild (Q36), befürwortet keine Quoten oder geschlechterparitätische Gremien. Der Antrag fordert explizit Sensibilisierung gegenüber Geschlechterrollen und fördert feministische Strukturen — unvereinbar mit AfD-Programm.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine AfD-Grundsatzprogramm-Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag deckt sich nahtlos mit SPD-Kernforderungen: 'Frauen vor Altersarmut schützen' (Q26), 'Gleichstellung, frei von Diskriminierung' (Q28), 'pflegende Angehörige besser unterstützen' (Q26), 'Landwirtinnen durch Agrarförderung Rückendeckung geben' (Q29). Auch die Forderung nach 'fairer Absicherung für alle Lebensphasen' entspricht exakt Q26.
Parteiprogramm 8/10
Hamburger Programm (2007) betont 'Gleichstellung der Geschlechter' (Q32), 'gleiche Rechte und Chancen' (Q32), 'Vereinbarkeit von Beruf und Familie' (Q31) und 'soziale Absicherung' (Q33). Der Antrag konkretisiert diese Prinzipien für die Landwirtschaft — hohe Übereinstimmung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 10/10
Der Antrag ist wörtlich aus dem Grünen Regierungsprogramm 2025 abgeleitet: 'Für Frauenrechte' (Q2), 'Care-Arbeit verbessern' (Q3), 'Hebammenversorgung' (Q5), 'zukunftsfeste Landwirtschaft mit Bäuer*innen' (Q1, Q6). Alle Kernforderungen finden sich dort wieder — vollständige Deckung.
Parteiprogramm 10/10
Grundsatzprogramm 2020 nennt 'Geschlechtergerechtigkeit' als zentrales Ziel (Q7), 'gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit' (Q7), 'besondere Absicherung und Entlastung durch den Staat' für Alleinerziehende (Q7), 'Veränderung der Arbeitswelt gerecht gestalten' (Q8). Der Antrag operationalisiert dies präzise für die Landwirtschaft — vollständige Übereinstimmung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 0/10
Keine LINKE-Wahlprogramm-Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine LINKE-Grundsatzprogramm-Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 0/10
Keine BSW-Wahlprogramm-Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine BSW-Grundsatzprogramm-Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 2/10
FDP setzt auf 'individuelle Freiheit', 'Eigenverantwortung' und 'Marktwirtschaft' (Q37–Q40). Der Antrag fordert staatliche Interventionen wie Quoten, geschlechtsspezifische Förderung, gesetzliche Absicherung von Familienarbeitskräften — alles widerspricht FDP-Prinzipien. Einzig 'Digitalisierung' (Q39) ist neutral berührt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 2/10
FDP Grundsatzprogramm 2012 betont 'Freiheit', 'Verantwortung', 'Chancengerechtigkeit' — aber nicht strukturelle Gleichstellungspolitik. Der Antrag geht weit über 'Chancengerechtigkeit' hinaus und fordert aktive Umverteilung und Regelung — fundamentaler Widerspruch.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Verbesserungsvorschläge
Stärkt GWÖ-Feld D4 (Soziale Gerechtigkeit) durch verbindliche Umsetzung und erhöht die Treue zum Grünen Grundsatzprogramm (Q7, Q8)
Erhöht Treue zu GWÖ-Feld C3 (politische Führung) und macht Sensibilisierung wirksam — statt bloßer Appelle
Stärkt GWÖ-Feld D5 (Transparenz & Mitbestimmung) durch institutionelle Verankerung — vermeidet Willkür bei Datenerhebung
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