Zusammenfassung
Der Antrag fordert ein bundesweites Monitoring- und Forschungsprogramm zur Gewalt an Schulen — mit dem problematischen Zusatz, den Zusammenhang zwischen Migration und Gewalt zu untersuchen.
- Systematische Erfassung von Gewalt unterhalb der PKS-Schwelle
- Sozialwissenschaftliche Ursachenforschung
- Explizite Forderung nach Migration-Gewalt-Korrelation
- Entwicklung von Handlungskonzepten auf Basis der Ergebnisse
Der Antrag zielt auf eine systematische Erfassung und Ursachenforschung von Gewalt an Schulen ab — ein legitimes Ziel. Allerdings enthält Punkt III.3 die explizite Forderung nach Untersuchung eines 'Zusammenhangs von Migration und Gewalt', was in der GWÖ-Matrix als fundamental widersprüchlich zu den Werten Menschenwürde (A1, D1), Solidarität (D2) und Transparenz & Mitbestimmung (D5) bewertet wird: Es reproduziert kollektive Verdächtigung, untergräbt das Recht auf Gleichbehandlung und fördert gesellschaftliche Spaltung statt Gemeinwohl. Dies führt zu einer maximalen GWÖ-Bewertung von 2/10.
Stärkster Wert — Stärken
Fokus auf systematische Datenerhebung unterhalb der PKS-Schwelle; Hervorhebung der Notwendigkeit wissenschaftlicher Ursachenforschung
Schwächster Wert — Schwächen
Explizite Forderung nach Migration-Gewalt-Korrelation; Fehlende Berücksichtigung struktureller und sozialer Ursachen
Matrix 2.0 · 25 Felder
Bewertungs-Kontext
Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 4/10
CDU fordert mehr Sicherheit und Stärkung des Rechtsstaats, aber betont zugleich Rechtsstaatlichkeit, Respekt und Dialogkultur. Der Antrag widerspricht dem CDU-Wahlprogramm 2025, das eine sachliche, nicht stigmatisierende Herangehensweise verlangt (Q22). Die explizite Verknüpfung von Migration und Gewalt ist dort nicht vorgesehen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 3/10
CDU Grundsatzprogramm 2024 betont christlich-demokratisches Menschenbild, Rechtsstaat und Subsidiarität (Q21, Q23). Der Antrag untergräbt diese Prinzipien durch kollektive Verdächtigung und fehlende Anerkennung individueller Verantwortung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 4/10
CSU setzt auf Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit (Q25, Q27), aber auch auf Bildungsqualität und soziale Integration. Die pauschale Verknüpfung von Migration und Gewalt widerspricht dem CSU-Verständnis von Ordnungspolitik und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 3/10
CSU teilt mit CDU das Grundsatzprogramm 2024; die Forderung nach Migration-Gewalt-Korrelation verstößt gegen das Prinzip der Menschenwürde und des Rechtsstaats (Q21, Q23).
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 10/10
Der Antrag spiegelt exakt die AfD-Kernpositionen wider: Fokus auf innere Sicherheit, Migration als zentrales Risiko, Kritik an mangelnder staatlicher Handlungsfähigkeit. Er entspricht wörtlich den Formulierungen im Bundestagswahlprogramm 2025.
Parteiprogramm 10/10
Das AfD-Grundsatzprogramm 2016 lehnt Gesamtschulen ab, betont Leistungsbereitschaft und Disziplin (Q7, Q9) und sieht den Islam als Spannungsverhältnis zur Werteordnung (Q6). Der Antrag folgt dieser Logik konsequent.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 1/10
SPD setzt auf präventive Gewaltprävention, strukturelle Ursachenforschung (z.B. Armut, Bildungsbenachteiligung) und Schutz vor patriarchaler Gewalt (Q29, Q31). Der Antrag ignoriert diese Dimensionen vollständig und fokussiert stattdessen auf migrationsbezogene Deutungsmuster — ein fundamentaler Widerspruch.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 1/10
SPD Hamburger Programm (2007) verankert Solidarität, Gerechtigkeit und Demokratie als Grundwerte. Die pauschale Verdächtigung von Migrant:innen verstößt gegen alle drei Kernwerte.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 0/10
Grüne setzen auf partizipative, gewaltfreie Schulkultur, Demokratiebildung und sozial-ökologische Transformation (Wahlprogramm NRW 2022). Der Antrag steht diametral entgegen: Er befördert Polarisierung, nicht Teilhabe.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Grünes Grundsatzprogramm 2020 verankert Frieden, Gewaltfreiheit und soziale Gerechtigkeit als zentrale Leitideen. Die Forderung nach Migration-Gewalt-Korrelation widerspricht diesen Werten grundlegend.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 0/10
Linke vertritt antirassistische, strukturelle Gewaltanalyse und fordert soziale Investitionen statt Repression. Der Antrag ist ein klassisches Beispiel für rechte Sicherheitsrhetorik ohne soziale Perspektive.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 2/10
FDP betont Freiheit, Rechtsstaat und individuelle Verantwortung (Q11–Q15). Der Antrag verletzt diese Prinzipien durch kollektive Verdächtigung und fehlende Differenzierung. Auch die FDP lehnt Islamismus ab, aber nicht den Islam oder Migrant:innen per se.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 2/10
FDP Grundsatzprogramm 2012 verankert individuelle Freiheit und Eigenverantwortung (Q11–Q15). Der Antrag untergräbt beides durch pauschale Zuweisung von Gewaltursachen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Verbesserungsvorschläge
Ersetzt diskriminierende Kausalhypothese durch gemeinwohlorientierte, evidenzbasierte Forschungsfrage gemäß GWÖ-Wert Solidarität (D2) und Soziale Gerechtigkeit (D4)
Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) und schließt Betroffene in die Datenerhebung ein — statt top-down-Verdächtigung
Setzt auf präventive, menschenzentrierte Lösungen statt Repression — entspricht GWÖ-Werten Menschenwürde (D1), Solidarität (D2) und Soziale Gerechtigkeit (D4)
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