Was ist neu Methodik Quellen

← Zurück zur Übersicht

BUND · Drs. 21/4951 · Antrag · 21. Wahlperiode · eingebracht 24.03.2026

Klimaschutzprogramm als Entlastungsprogramm

KlimaschutzSoziale GerechtigkeitMobilitätEnergie
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Bundesregierung auf, ein ambitioniertes, sozial ausgewogenes Klimaschutzprogramm als Entlastungsprogramm vorzulegen — mit konkreten Maßnahmen zur Beschleunigung des Erneuerbaren-Ausbaus, zum Verkehrswandel und zur energetischen Gebäudesanierung.

Kernforderungen
  • Rücknahme klimaschädlicher Gesetzespläne
  • Tempolimit, Sozialticket und E-Mobilitätsförderung
  • Priorisierung des Klimasondervermögens für Transformation
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag verbindet Klimaschutz konsequent mit sozialer Gerechtigkeit, Energiepreisentlastung und demokratischer Mitbestimmung. Er adressiert zentrale GWÖ-Werte: Ökologische Nachhaltigkeit (Emissionsreduktion, Erneuerbare), Soziale Gerechtigkeit (Sozialticket, Mieterschutz, Wärmepumpenförderung) und Transparenz & Mitbestimmung (Verweis auf breite gesellschaftliche Akteurskoalition). Die Forderung nach Priorisierung des Sondervermögens für Klima- und Transformationsinvestitionen stärkt auch die Dimension Solidarität (gemeinsame Zukunftssicherung) und Menschenwürde (Zugang zu bezahlbarer Energie als Grundvoraussetzung für Teilhabe).

Stärkster Wert — Stärken

Klare Verknüpfung von Klimaschutz und sozialer Entlastung; Breite gesellschaftliche Legitimation durch Akteurskoalition

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz (E3); Keine Nennung von Kreislaufwirtschaft oder regionaler Wertschöpfung (A2/A4)

Matrix 2.0 · 25 Felder

Schwerpunkt-Felder: D3D4D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
++
B · Finanzen
++
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur

Bewertungs-Kontext

Wahlperiode: 21. Wahlperiode (2025-03-25 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Merz I (CDU+CSU+SPD), vereidigt 2025-05-06
Diese Bewertung wurde am 07.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.

Programm-Treue pro Fraktion

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 3/10

Der Antrag widerspricht zentralen CDU-Kernpositionen: Ablehnung eines generellen Tempolimits (Q12, Q13), Kritik an der Abschaffung des Heizungsgesetzes (CDU fordert Flexibilität, nicht Rückbau), Skepsis gegenüber EEG-Novelle-Förderung (CDU betont Technologieoffenheit, nicht Solarpriorisierung). Keine Übereinstimmung mit 'Agenda für die Fleißigen' oder Bürokratieabbau.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

Teilweise Übereinstimmung mit ökologischer Verantwortung (Q16, Q17), aber fundamentaler Widerspruch zur Forderung nach Tempolimit und zum Verständnis von 'Technologieoffenheit' (Q20), das Kernkraft und Gas als Brückentechnologie einschließt — im Gegensatz zur Grünen Forderung nach schnellem Ausstieg.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CSU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 3/10

Identisch mit CDU: CSU lehnt Tempolimit ab, setzt auf 'bezahlbares Bauen' statt Gebäudemodernisierungsgesetz, betont Technologieoffenheit (Q20–Q25). Keine Übereinstimmung mit Kritik an Koalitionsplänen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

Wie bei CDU: partielle Übereinstimmung mit Klimaverantwortung (Q16, Q17), aber Widerspruch zu Tempolimit, Solarpflicht und Verkehrswende-Priorisierung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 0/10

Vollständiger Widerspruch: AfD lehnt Klimaschutz als 'Ideologie' ab, befürwortet Kohle und Kernkraft (Q20), lehnt Windkraft ab, fordert Remigration statt gesellschaftlicher Koalition. Der Antrag ist inhaltlich und ideologisch diametral entgegengesetzt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Hohe Übereinstimmung: SPD fordert 'Klimaschutz, den sich jeder leisten kann' (Q27), betont Bezahlbarkeit erneuerbarer Energien (Q26), unterstützt Sozialticket-Idee (Q26: 'Klimageld'), und sieht Wind/Solar als günstigste Stromform (Q26). Kritik am 'Teuer-Heizen-Gesetz' entspricht SPD-Position gegen unsoziale Modernisierung.

„Wir kämpfen für Klimaschutz, den sich jeder leisten kann. Mittlerweile wissen es alle: Nachhaltigkeit und Klimaschutz kosten. Alles so lassen, wie es ist, kostet mehr."
✓ verifiziert SPD Regierungsprogramm Bundestagswahl 2025, S. 33 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Übereinstimmung mit Hamburger Programm: 'Nachhaltigkeit als Teil der Grundwerte' (Q32), 'sozialer Zusammenhalt' (Q32), 'gerechte Verteilung' (Q32). Tempolimit ist nicht explizit erwähnt, aber Sicherheit und soziale Gerechtigkeit sind Kernwerte.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist ein direkter, wortwörtlicher Ausdruck des Grünen Regierungsprogramms 2025: Klimaschutz als Entlastung (Q2), Verursacherprinzip (Q3), Stärkung des Klimaschutzes gegen Green Deal-Abschwächung (Q4), Investitionen über Deutschlandfonds (Q5). Alle Kernforderungen (Tempolimit, Sozialticket, Solarförderung, Netzausbau) sind dort explizit verankert.

„Wir sorgen dafür, dass auch Mieter*innen mit knappem Budget eine moderne Heizung und eine verbesserte Dämmung bekommen."
✓ verifiziert Grüne Regierungsprogramm Bundestagswahl 2025, S. 17 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Vollständige Übereinstimmung mit Grundsatzprogramm: 'planetare Grenzen' (Q6), 'sozial-ökologische Transformation' (Q8), 'Kosten gerecht und solidarisch tragen' (Q9), 'Klimaschutz als Menschheitsaufgabe' (Q6). Der Antrag verkörpert die GWÖ-Logik der Verknüpfung von Ökologie und Sozialem.

„Die Kosten des Übergangs sollen gerecht und solidarisch getragen werden."
✓ verifiziert Grüne Grundsatzprogramm 2020, S. 31 · PDF öffnen
LINKE
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BSW
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 2/10

Fundamentaler Widerspruch: FDP lehnt Tempolimit (Freiheit), staatliche Förderung (Marktwirtschaft), EEG-Förderung (Bürokratie) ab. Setzt auf Technologieoffenheit, nicht auf Erneuerbare-Priorisierung (Q21–Q25). Kritik am 'Netzpaket' steht im Widerspruch zur FDP-Forderung nach Infrastrukturausbau.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Widerspruch zu 'individueller Freiheit' (Q21), 'Eigenverantwortung' (Q21), 'freier Marktwirtschaft' (Q21). Tempolimit und staatliche Förderung verstoßen gegen Kernwerte.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Verbesserungsvorschläge

Vorschlag 1 von 3
die Pläne für Gesetzesänderungen im Bereich Stromnetze, Erneuerbaren-Ausbau und Gebäudeenergie sofort zurückzuziehen und stattdessen ein gemeinwohlorientiertes Klimaschutzprogramm vorzulegen, das die GWÖ-Matrix 2.0 für Gemeinden als Bewertungsrahmen nutzt

Stärkt die Verankerung in der Gemeinwohl-Ökonomie und macht die Zielsetzung transparent und messbar.

Vorschlag 2 von 3
ein generelles Tempolimit auf Autobahnen einzuführen unter Einbindung von Bürger:innenräten zur partizipativen Ausgestaltung und sozialen Ausgleichsmaßnahmen

Stärkt die Dimension 'Transparenz & Mitbestimmung' (D5) und 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch partizipative Legitimation und sozialen Ausgleich.

Vorschlag 3 von 3
für eine sozial gerechte Ausgestaltung der Förderung der E-Mobilität zu sorgen – mit besonderem Fokus auf Carsharing, ÖPNV-Integration und Förderung von E-Bikes sowie ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge zu bezuschussen

Erweitert den sozialen Zugang (D4) und stärkt die Dimension 'Solidarität' (D2) durch gemeinschaftliche Nutzung und Radinfrastruktur statt reiner Individualmobilität.

Ähnliche Anträge

Lade …

Bewertungs-Historie

Lade…

Kommentare

Lade…