Was ist neu Methodik Quellen

← Zurück zur Übersicht

BUND · Drs. 21/5478 · Antrag · 21. Wahlperiode · eingebracht 21.04.2026

Deutschlands maritime Wirtschaft stärken - Sicherheit, Resilienz und Innovation vom Hinterland über die Küste bis zur Hohen See

KlimaschutzInfrastrukturMaritime WirtschaftFachkräfteMeeresschutz
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert eine umfassende Stärkung Deutschlands als maritimen Standort durch Investitionen in Infrastruktur, Sicherheit, Offshore-Energie, Forschung und Fachkräfte — unter Einbindung von EU- und NATO-Strategien.

Kernforderungen
  • Maritime Sicherheit & NATO-Integration
  • Aus- und Neubau von Häfen, Wasserstraßen und Offshore-Infrastruktur
  • Förderung von Offshore-Wind, CO₂-Transport und grüner Schifffahrt
  • Fachkräftesicherung und Ausbildung in der Seeschifffahrt
  • Bürokratieabbau und digitale Transformation
5.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag betont ökologische Nachhaltigkeit (z. B. Offshore-Wind, Meeresschutz, CO₂-Transport), soziale Gerechtigkeit (Fachkräftesicherung, Arbeitsbedingungen für Seeleute) und Transparenz & Mitbestimmung (maritime Raumplanung, Stakeholderdialog). Allerdings fehlt eine systematische Verankerung von Gemeinwohl-Metriken, Menschenwürde bleibt vage (keine konkrete Betonung von Rechten von Migrant:innen im Seeverkehr oder Fischereiarbeiter:innen), und Solidarität wird primär nationalstaatlich definiert („deutsche Flagge“, „nationale Schlüsseltechnologie“), nicht global oder intergenerational. Die starke Fokussierung auf militärische Integration (NATO-Drehscheiben, CTF Baltic) und Rüstungsbeschaffung widerspricht dem GWÖ-Wert der Friedensförderung als Teil des Gemeinwohls.

Stärkster Wert — Stärken

Starke ökologische Komponenten (Offshore-Wind, Meeresschutz); Systematische Fachkräftesicherung (Ausbildung, Lotsen, Seeleute)

Schwächster Wert — Schwächen

Militärische Priorisierung ohne friedensethische Reflexion; Fehlende Menschenrechtsbindung in maritimen Lieferketten

Matrix 2.0 · 25 Felder

Schwerpunkt-Felder: D3D4E3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
+
B · Finanzen
C · Verwaltung
+
D · Bürger:innen
+
+
E · Gesellschaft & Natur
+

Bewertungs-Kontext

Wahlperiode: 21. Wahlperiode (2025-03-25 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Merz I (CDU+CSU+SPD), vereidigt 2025-05-06
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 07.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.

Programm-Treue pro Fraktion

CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Vollständige Übereinstimmung mit CDU NRW 2022: Sicherheit (Punkt I + II), Infrastruktur (III), Wirtschaft (IV), Klimaschutz technologieoffen (I, X), Bürokratieabbau (VI, VII). Der Antrag spiegelt Kernziele wie 'Mehr Polizei', 'Infrastrukturausbau' und 'Technologieoffenheit' wider.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Stimmt mit CDU Grundsatzprogramm 2024 überein: 'Schöpfungsverantwortung', 'Technologieoffenheit', 'Subsidiäre Ordnung', 'starker Staat'. Militärische Aspekte (CTF Baltic, NATO) entsprechen 'Verteidigungspolitischer Verantwortung'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CSU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

CSU teilt mit CDU identische Positionen zu Sicherheit, Infrastruktur und Wirtschaft. Der Antrag ist konsistent mit CSUs Bundeswahlprogramm 2021 (nicht im Kontext, aber strukturell identisch mit CDU-NRW-Positionen).

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Entspricht CSU-Grundsatzprogramm 'Aufbruch für Bayern' (2021): 'Heimat', 'Sicherheit', 'Innovation', 'Verantwortung für Schöpfung'. Keine Widersprüche.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 7/10

Teilweise Übereinstimmung: Energiepolitik (Kernkraft nicht erwähnt, aber Kohleausstieg nicht thematisiert), Sicherheit (Marineschutz, Hafensicherheit), Migration (kein Bezug). Widerspruch: Keine Kritik an EU/NATO, stattdessen starke Integration — entgegen AfD-Kernforderung nach Souveränität.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 6/10

AfD-Grundsatzprogramm 2016 fordert 'EU-Kritik', 'Euro-Ausstieg', 'Remigration'. Antrag setzt auf EU-Kooperation (FuelEU, NIS-2, TEN-T), keine Migrationsthemen — kein Widerspruch, aber auch keine aktive Unterstützung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Hohe Übereinstimmung mit SPD NRW 2022: Klimaneutralität vor 2045 (Offshore-Wind), Soziales (Fachkräfte, Ausbildung), Tariftreue (implizit durch 'soziale Standards'), Wohnen/Infrastruktur (Hafenlogistik). Einziges Defizit: Keine explizite Erwähnung von '13€ Mindestlohn' oder 'Gebührenfreiheit'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

Stimmt mit Hamburger Programm 2007 überein: 'Solidarität', 'Sozialstaat', 'Nachhaltigkeit'. Aber 'Demokratischer Sozialismus' und 'internationale Solidarität' werden nicht operationalisiert — stattdessen nationale Resilienz dominiert.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE
Wahlprogramm 6/10

Partielle Übereinstimmung: Klimaschutz (Offshore-Wind, FuelEU), Naturschutz (Meeresschutzgebiete, Biodiversität), Demokratie (Stakeholderdialog). Widerspruch: Keine Forderung nach Kohleausstieg bis 2030, keine klare Priorisierung von Wind/Solar gegenüber militärischer Nutzung, keine Kritik an Rüstungsexporten.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Grundsatzprogramm 2020 betont 'planetare Grenzen', 'gewaltfreie Konfliktlösung', 'Lebendige Demokratie'. Antrag verankert militärische Logik (NATO-Drehscheibe, CTF Baltic) ohne kritische Reflexion — schwächt 'Frieden' als Grundwert.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE
Wahlprogramm 3/10

Geringe Übereinstimmung: Soziale Aspekte (Fachkräfte, Arbeitsbedingungen) und Umweltschutz. Aber fundamentaler Widerspruch: Keine Kritik an Militarisierung, Rüstungsexporten, NATO-Integration oder kapitalistischer Logik der 'maritimen Wertschöpfung'. LINKE lehnt 'Rüstungsexporte' und 'NATO-Strategien' ab.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

LINKE-Grundsatzprogramm (2023) fordert 'Abrüstung', 'Anti-Militarismus', 'sozial-ökologischen Umbau'. Antrag fördert Marine-Rüstung, Exportgenehmigungen (Ziff. 19–20), NATO-Logistik — klarer Widerspruch zu Kernpositionen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BSW
Wahlprogramm 4/10

Marginaler Bezug: Soziale Aspekte (Fachkräfte, Ausbildung) und Infrastruktur. Aber BSW betont 'soziale Marktwirtschaft', 'Arbeitnehmer:innenschutz', 'europäische Souveränität'. Antrag fehlt Kritik an EU-Regulierung (z. B. FuelEU), setzt auf NATO statt europäischer Sicherheitskooperation.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 3/10

BSW-Programm (2024) betont 'soziale Gerechtigkeit', 'Friedenspolitik', 'europäische Autonomie'. Antrag priorisiert NATO-Integration und Rüstungsexporte — widerspricht 'Friedenspolitik' und 'sozialer Verantwortung'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 8/10

Hohe Übereinstimmung mit FDP NRW 2022: Digitalisierung (5G, Smart Shipping), Bürokratieabbau (Ziff. 71, 108), Technologieoffenheit (autonome Systeme, KI), Marktintegration (Tonnagesteuer, EU-Hafenstrategie).

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Stimmt mit FDP-Grundsatzprogramm 2012 überein: 'Freiheit', 'Marktwirtschaft', 'Eigenverantwortung', 'Rechtsstaat'. Digitale Innovation, Regulatorik-Abbau und Wettbewerb sind zentral.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Verbesserungsvorschläge

Vorschlag 1 von 3
Die Nationale Hafenstrategie beschreibt den Status Quo und benennt Bedarfe und strategische Ziele. Nun gilt es, diese – in Koordination mit den europäischen Strategien und unter Einbeziehung von Bürger:innen, Gewerkschaften und Umweltverbänden – mit Leben zu füllen und umzusetzen.

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (GWÖ-Wert 5) durch verbindliche Partizipation — fehlt aktuell vollständig.

Vorschlag 2 von 3
Die Entwicklung integrierter Nutzungskonzepte und die konsequente Implementierung des Ökosystemansatzes sind deshalb wichtige Leitprinzipien der maritimen Wirtschaft und müssen unter Einbindung lokaler Fischer:innen, indigener Wissenssysteme und wissenschaftlicher Meeresforschung weiter gefördert werden.

Stärkt Solidarität (GWÖ-Wert 2) und ökologische Nachhaltigkeit (Wert 3) durch partizipative, gerechte Wissensgrundlage — aktuell technokratisch.

Vorschlag 3 von 3
Die deutsche Handelsflotte ist im Spannungsfall ein wesentlicher Pfeiler für Versorgungssicherheit und zivile Krisenversorgung , und muss daher unter strikter Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards sowie der ILO-Konventionen betrieben werden .

Stärkt Menschenwürde (GWÖ-Wert 1) und soziale Gerechtigkeit (Wert 4) durch klare Menschenrechtsbindung — aktuell fehlt jeglicher Bezug zu Arbeitsrechten.

Ähnliche Anträge

Lade …

Bewertungs-Historie

Lade…

Kommentare

Lade…