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BUND · Drs. 21/5571 · Antrag · 21. Wahlperiode · eingebracht 23.04.2026

Abhängigkeit von teurem Fracking-Gas aus den USA beenden

EnergieKlimaschutzSoziale GerechtigkeitDemokratie
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert den sofortigen Stopp neuer LNG-Infrastruktur, die Überprüfung bestehender Verträge mit US-LNG-Anbietern und die konsequente Umlenkung öffentlicher Gelder hin zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und gemeinwohlorientierter Netzinfrastruktur.

Kernforderungen
  • Keine neuen LNG-Terminals, insbesondere nicht in Vogelschutzgebieten
  • Prüfung und ggf. Kündigung von Verträgen mit Venture Global
  • Umlenkung aller Fördermittel weg von fossiler Infrastruktur hin zu EE/Effizienz
  • Gründung einer gemeinwohlorientierten Bundesinfrastrukturgesellschaft
  • Festhalten an 80% EE bis 2030 und Dekarbonisierung der Wärmeversorgung
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag setzt konsequent auf gemeinwohlorientierte Energiepolitik: Er lehnt neue fossile Infrastruktur ab (A3, B3, D3), fordert soziale Energieeffizienzmaßnahmen (D4), verlangt öffentliche Netzbeteiligung (C3, D3), und betont planetare Grenzen sowie lokale Umweltverantwortung (E3). Die Forderung nach gemeinwohlorientierter Infrastrukturgesellschaft stärkt Transparenz & Mitbestimmung (C5, D5). Einzig die fehlende explizite Verknüpfung mit Bürgerbeteiligung in der Wärmeversorgung (D5) und geringe Berücksichtigung von Lieferant:innen-Standards (A4) verhindern eine perfekte 10.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Ablehnung neuer fossiler Pfadabhängigkeiten; Konsequente Umlenkung öffentlicher Mittel zu EE/Effizienz

Schwächster Wert — Schwächen

Keine konkrete Bürgerbeteiligung in Wärmeplanung; Unklare Finanzierungsoptionen für den Netzausbau

Matrix 2.0 · 25 Felder

Schwerpunkt-Felder: B3D3D4E3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
++
B · Finanzen
++
C · Verwaltung
++
D · Bürger:innen
++
++
+
E · Gesellschaft & Natur
++
++

Bewertungs-Kontext

Wahlperiode: 21. Wahlperiode (2025-03-25 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Merz I (CDU+CSU+SPD), vereidigt 2025-05-06
Diese Bewertung wurde am 07.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.

Programm-Treue pro Fraktion

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag widerspricht zentralen CDU-Positionen: Er lehnt Kernenergie nicht ausdrücklich ab, aber kritisiert systematisch alle fossilen Alternativen – während die CDU explizit 'Option Kernenergie' und 'technologieoffene Energieforschung' (inkl. SMR/Fusion) befürwortet und LNG als Übergangslösung akzeptiert. Kein Bezug zu CDU-Wahlprogramm 2025 S. 21–23.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Widerspricht dem CDU-Grundsatzprogramm 2024, das 'Gaskraftwerke zur langfristigen Speicherung der Erneuerbaren' und 'Kernenergie der vierten Generation' ausdrücklich als notwendig einstuft (S. 64, 66).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CSU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 1/10

Identisch mit CDU: Der Antrag lehnt systematisch die CSU-Forderung nach 'Option Kernenergie', 'Small Modular Reactors' und technologieoffener LNG-Nutzung ab. Kein Bezug zu CSU-Wahlprogramm 2025 S. 21–23.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Widerspricht dem CSU-Grundsatzprogramm (identisch mit CDU 2024), das LNG und Kernenergie als unverzichtbare Brückentechnologien begreift.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 2/10

Teilweise Überschneidung bei Kritik an US-Abhängigkeit, aber fundamentaler Widerspruch: AfD befürwortet explizit 'Kernkraft', 'Kohle behalten' und ist gegen 'Windkraft'; der Antrag fordert dagegen konsequent Ausbau Erneuerbarer und lehnt jede neue fossile Infrastruktur ab. Kein Bezug zu AfD-Wahlprogramm 2022.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

AfD-Grundsatzprogramm 2016 fordert 'gegen Energiewende', 'für Kernkraft und Kohle' – direkter Gegensatz zum Antrag.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Hohe Übereinstimmung mit SPD-Regierungsprogramm 2025: Klimaziele (S. 33), 80% EE bis 2030 (S. 34), Netzausbau (S. 7), soziale Energieeffizienz (S. 34), Ablehnung neuer fossiler Abhängigkeit. Unterschied: SPD erwähnt LNG nicht explizit, aber betont 'Windkraft und Fotovoltaik sind schon heute die günstigste Form der Stromproduktion' und 'konsequenter Ausbau'.

„Windkraft und Fotovoltaik sind schon heute die günstigste Form der Stromproduktion. Ihr konsequenter Ausbau und die Einbindung von Speichern macht u..."
✓ verifiziert SPD Regierungsprogramm Bundestagswahl 2025, S. 34 · PDF öffnen
Parteiprogramm 5/10

Teilweise Übereinstimmung mit Hamburger Programm (2007): Klimaschutz als Grundwert (S. 50), Ablehnung Atomkraft (S. 50), ökologische Verantwortung. Aber kein Bezug zu LNG/US-Fracking – Thematik nicht im Grundsatzprogramm enthalten.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE
Wahlprogramm 9/10

Vollständige Übereinstimmung: Grüne NRW 2022 fordern 'Klimaneutralität deutlich vor 2040', 'Kohleausstieg 2030', '100% Erneuerbare', 'Solarpflicht', 'Fahrradland' – alles kompatibel mit dem Antrag. Auch die Kritik an Fracking und LNG entspricht grüner Kernposition. Kein Widerspruch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Grundsatzprogramm 2020 betont 'planetare Grenzen', 'Klimaschutz als Menschheitsaufgabe', 'sozial-ökologische Transformation'. Der Antrag konkretisiert dies exakt – nur fehlt die explizite Verknüpfung mit 'Demokratie' und 'Bürger:innenräten' (S. 32–33).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist wörtlich aus dem Wahlprogramm 2025 übernommen: Kritik an LNG-Importen, Fracking, Übergewinnen (Q1, Q2, Q4), Forderung nach 'keinen neuen Gaskraftwerken', 'keiner neuen LNG-Infrastruktur', 'sozialem Klimage' und 'dezentraler Energiewende' (Q5).

„▪Keine Dauerstrukturen für Übergangslösungen! Für Flüssiggas und Erdgas darf keine neue dauerhafte Infrastruktur geschaffen werden. Wir fordern ein Fracking- Verbot in Deutschland."
✓ verifiziert DIE LINKE Wahlprogramm Bundestagswahl 2025, S. 34 · PDF öffnen
„dezentral wie möglich und so zentral wie nötig organisieren. Wir setzen deshalb auf Strom und Wärme aus dem Stadtwerk, aus den kommunalen genossenschaftlichen Solar- oder Windkraftanlagen und von den Dächern und Wärmepumpen der Bürger*innen."
✓ verifiziert DIE LINKE Wahlprogramm Bundestagswahl 2025, S. 32 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Vollständige Übereinstimmung mit Erfurter Programm 2011: Ablehnung 'Erweiterung Autobahnnetz' (Q6), Kritik an 'kurzfristigem Profitkalkül' (Q7), Forderung nach 'sozial-ökologischem Umbau' (Q8), Ablehnung 'Biomasse aus Raubbau' (Q9), Umlenkung von Forschungsmitteln zu EE (Q10).

„Die Erweiterung des Autobahn- und Straßennetzes lehnen wir ab. Wir sprechen uns für ein allgemeines Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen aus."
✓ verifiziert DIE LINKE Erfurter Programm 2011, S. 49 · PDF öffnen
„Wir wollen sämtliche Politikbereiche am sozial-ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft orientieren."
✓ verifiziert DIE LINKE Erfurter Programm 2011, S. 46 · PDF öffnen
BSW
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 1/10

Fundamentaler Widerspruch: FDP NRW 2022 fordert 'Technologieoffenheit', 'Emissionshandel', 'keine Verbote' und 'Entlastung der Wirtschaft'. Der Antrag lehnt LNG-Infrastruktur ab, kritisiert Marktlösungen und fordert staatliche Lenkung – alles entgegen FDP-Grundsätzen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

FDP-Grundsatzprogramm 2012 betont 'individuelle Freiheit', 'freie Marktwirtschaft', 'Eigenverantwortung'. Der Antrag fordert staatliche Intervention, Planung und Infrastrukturverstaatlichung – klarer Widerspruch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Verbesserungsvorschläge

Vorschlag 1 von 3
den weiteren Betrieb und die Laufzeit existierender LNG-Terminals (FSRUS) grundlegend zu überprüfen und deren schrittweisen Rückbau bis 2030 einzuleiten , sowie den Bau des zusätzlichen landseitigen LNG-Importterminals im EU-Vogelschutzgebiet in Wilhelmshaven unter Berücksichtigung der EU-Habitat-Richtlinie und unter Einbeziehung lokaler Bürger:innenräte nicht zuzulassen;

Stärkt Rechtsstaatsprinzip (D1), Ökologische Nachhaltigkeit (D3/E3) und Transparenz & Mitbestimmung (D5)

Vorschlag 2 von 3
die Verwendung der Mittel aus dem Bundeshaushalt, dem Klima- und Transformationsfond sowie dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität vor allem für einkommensschwache Haushalte, soziale Wohnungsbaugesellschaften und kommunale Wärmenetze auf sozial ausgerichtete Energieeffizienzmaßnahmen und den Ausbau erneuerbarer Energien und Stromnetze auszurichten

Verstärkt Soziale Gerechtigkeit (D4) und Solidarität (D2) durch klare Verteilungsorientierung

Vorschlag 3 von 3
eine gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft des Bundes zu gründen, die sich an der Gemeinwohl-Ökonomie-Matrix 2.0 orientiert und jährlich einen Gemeinwohl-Bericht veröffentlicht , sowie die Überführung der Übertragungsnetze in öffentliche Hand vorzubereiten

Verankert Transparenz & Mitbestimmung (C5/D5) und macht Gemeinwohl-Orientierung operational messbar

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