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BB · Drs. 8/2071 · Antrag · 8. Wahlperiode · eingebracht 21.11.2025

Exzellenzprogramm für Brandenburg

BildungForschungWissenschaftspolitik
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die CDU-Fraktion beantragt die Schaffung eines landeseigenen Exzellenzprogramms, um Brandenburgs Hochschulen systematisch auf eine erfolgreiche Teilnahme an der bundesweiten Exzellenzstrategie vorzubereiten und langfristig eine Exzellenzuniversität zu etablieren.

Kernforderungen
  • Entwicklung eines Landeskonzepts für Exzellenzförderung
  • Einrichtung einer interinstitutionellen Task-Force
  • Gezielte finanzielle und konzeptionelle Vorbereitung auf Bundesförderung
5.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag fördert wissenschaftliche Exzellenz und Kooperation – dies stärkt langfristig Bildungschancen (D1), regionale Wertschöpfung (D2) und Forschung für nachhaltige Lösungen (E3). Allerdings fehlt jeglicher Bezug zu sozialer Gerechtigkeit (D4), Mitbestimmung (D5) oder ökologischer Verantwortung in der Umsetzung. Keine Vorgaben zur Tariftreue, Geschlechtergerechtigkeit, Beteiligung von Studierenden oder Nachhaltigkeitskriterien bei Förderung – damit widerspricht er implizit GWÖ-Kernwerten wie Solidarität und Transparenz. Die reine Fokussierung auf bundesweite Exzellenzrankings verstärkt hierarchische, leistungsorientierte Logiken ohne gemeinwohlorientierte Zieldefinition.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Zielsetzung für Forschungsförderung; Systematische Vorbereitung auf Bundesförderung

Schwächster Wert — Schwächen

Keine sozialen oder ökologischen Zielkriterien; Keine Beteiligungsformate für Studierende oder Zivilgesellschaft

Matrix 2.0 · 25 Felder

Schwerpunkt-Felder: D1D2
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
+
E · Gesellschaft & Natur

Bewertungs-Kontext

Wahlperiode: 8. Wahlperiode (2024-10-23 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Woidke III (SPD+BSW), vereidigt 2024-12-11
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • CDU: None — gültig seit 2024-09-22, 100 S.
Diese Bewertung wurde am 07.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.

Programm-Treue pro Fraktion

CDU Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt dem CDU-Wahlprogramm 2024: Er zielt auf Stärkung der Hochschulen, technologische Spitzenforschung und systematische Vorbereitung auf bundesweite Förderprogramme – wie in Q1 (IT-Entlastung), Q3 (Mobilitätsgesetz als Systemdenken) und Q6 (differenziertes Bildungsangebot) verankert. Der Fokus auf Exzellenz, Kooperation und strategische Vorbereitung ist programmatisch konsistent.

„Hochschulen von administrativen Aufgaben entlasten, beispielsweise durch Einrichtung eines zentralen Rechenzentrums zur effizienten Bündelung von IT- Aufgaben"
✓ verifiziert CDU Brandenburg Wahlprogramm 2024, S. 32 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont Leistungsförderung, differenzierte Bildung und internationale Wettbewerbsfähigkeit (Q6, Q8, Q10). Der Antrag spiegelt diese Leitideen wider – allerdings fehlt die explizite Verknüpfung mit sozialer Teilhabe oder familienfreundlichen Strukturen aus Q4/Q7.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

Die SPD setzt auf kooperative, faktenbasierte Politikberatung mit Hochschulen (Q11) und stärkt Regionalentwicklung mit Fokus auf Wertschöpfung im ländlichen Raum (Q12). Der Antrag greift Teile davon auf, bleibt aber hinter der SPD-Priorisierung von sozialer Gerechtigkeit (Q14 Schulbudget per Sozialindex) und partizipativer Steuerung zurück. Kein Bezug zu Chancengleichheit oder Daseinsvorsorge.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Das Hamburger Programm (Q16) betont staatliche Verantwortung für Hochschulen und Ausgleich zwischen Ländern – der Antrag bleibt jedoch rein landesintern und ignoriert den bundesweiten Finanzausgleich. Auch fehlt der klare Bezug zu 'demokratischem Sozialismus' oder 'sozialer Marktwirtschaft'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BSW Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der BSW fordert explizit die Stärkung der Ausbildungs- und Innovationsfähigkeit aller Hochschulen – nicht nur Universitäten (Q17) – und betont die Verknüpfung von Forschung mit gesellschaftlichen Herausforderungen (Q18). Der Antrag berührt diesen Aspekt, bleibt aber unklar, ob Fachhochschulen oder außeruniversitäre Einrichtungen gleichberechtigt einbezogen werden. Kein Bezug zu Pflege-Arzt-Kooperation (Q20) oder Kulturvielfalt (Q19).

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Er fördert EU- und bundesweite Kooperation (Q20: 'Remigration', Q21: EU-Kritik), technologieoffene Forschung statt Kernkraft/Kohle-Fokus (Q22), und keine Hinweise auf nationale Souveränität oder 'traditionelles Familienbild' (Q23). Die Exzellenzstrategie wird vom Bund gemeinsam mit Ländern getragen – ein Modell, das die AfD grundsätzlich ablehnt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Verbesserungsvorschläge

Vorschlag 1 von 3
Ziel dieses Programms ist es, unter Einbeziehung von Studierenden, Beschäftigten, Zivilgesellschaft und Kommunen , a) die Teilnahme brandenburgischer Wissenschaftseinrichtungen an der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder systematisch vorzubereiten, unter besonderer Berücksichtigung sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Nachhaltigkeit und regionaler Wertschöpfung , b) mittelfristig einen Brandenburger Exzellenzcluster und langfristig die Etablierung einer Exzellenzuniversität in Brandenburg zu ermöglichen, die sich durch gemeinwohlorientierte Forschung, Tariftreue und faire Karrierebedingungen auszeichnet .

Stärkt GWÖ-Werte Solidarität (D2), Soziale Gerechtigkeit (D4) und Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch Partizipation und ethische Kriterien.

Vorschlag 2 von 3
eine Task-Force „Exzellenzprogramm Brandenburg“ unter Beteiligung des MWFK, der Hochschulleitungen, Studierendenvertreter:innen, Gewerkschaften, kommunalen Vertreter:innen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen , wissenschaftlicher Beiräte und externer Fachgutachter einsetzen

Erfüllt GWÖ-Wert Transparenz & Mitbestimmung (D5) und stärkt demokratische Legitimation.

Vorschlag 3 von 3
die Entwicklung geeigneter deutschlandweiter Kooperationsmodelle prüfen, mit Fokus auf gemeinwohlorientierte, nicht-kommerzielle Verbundstrukturen zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Kommunen und sozialen Trägern , insbesondere zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel, Gesundheitsversorgung und soziale Teilhabe

Verankert GWÖ-Werte Solidarität (D2), Ökologische Nachhaltigkeit (E3) und Soziale Gerechtigkeit (D4) in der Forschungsagenda.

Abstimmungsergebnis

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt BB8-24 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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Kommentare

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