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BB · Drs. 8/2282 · Antrag · 8. Wahlperiode · eingebracht 16.01.2026

Starke Landwirtschaft statt EU-Rüstungswahn und Freihandelsabenteuer - Interessen Brandenburgs bei Diskussionen um den Mehrjährigen Finanzrahmen der EU und um das Mercosur-Abkommen selbstbewusst vertreten

LandwirtschaftEU-PolitikKlimaschutzLändlicher Raum
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert, Brandenburgs Interessen im EU-Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034 durch Ablehnung von Rüstungsaufstockung, Erhalt der GAP-Zwei-Säulen-Struktur und Stärkung lokaler Förderinstrumente wie LEADER durchzusetzen — und das Mercosur-Abkommen abzulehnen.

Kernforderungen
  • Ablehnung von NRPP und EU-Rüstungsaufstockung
  • Erhalt der Zwei-Säulen-GAP und Kappung großer Betriebe
  • Ablehnung Mercosur-Abkommen und Forderung nach Herkunftskennzeichnung
7.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag stärkt soziale Gerechtigkeit (D4) durch Forderung nach Kappung großer Betriebe und Ausschluss überregionaler Investoren aus Agrarförderung, fördert ökologische Nachhaltigkeit (D3) durch Schutz landwirtschaftlicher Nutzfläche und Ablehnung von Billigimporten mit niedrigen Standards, und stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch LEADER-Ringfencing und lokale Projektsteuerung. Schwächen liegen in der fehlenden Verknüpfung zu kommunalen Beschaffungsprozessen (A) und einer einseitigen Kritik an EU-Demokratie ohne konstruktive Vorschläge zur Stärkung demokratischer Kontrolle (E5).

Stärkster Wert — Stärken

Klare Forderung nach Agrarstrukturreform; Stärkung lokaler Steuerung durch LEADER-Ringfencing

Schwächster Wert — Schwächen

Pauschale EU-Kritik ohne demokratische Alternativvorschläge; Fehlende Verknüpfung zu kommunalen Beschaffungsprozessen (A)

Matrix 2.0 · 25 Felder

Schwerpunkt-Felder: D3D4D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
++
++
+
E · Gesellschaft & Natur
+
+

Bewertungs-Kontext

Wahlperiode: 8. Wahlperiode (2024-10-23 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Woidke III (SPD+BSW), vereidigt 2024-12-11
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • BSW: None — gültig seit 2024-09-22, 50 S.
Diese Bewertung wurde am 07.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.

Programm-Treue pro Fraktion

BSW Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag entspricht exakt den Kernpositionen des BSW-Wahlprogramms 2024: Ablehnung von Mercosur ([Q11]), Forderung nach Kappung und Degression ([Q11], [Q14]), Schutz landwirtschaftlicher Nutzfläche ([Q15]), Stärkung der heimischen Landwirtschaft gegen Billigimporte und für Ernährungssouveränität.

„Photovoltaikanlagen müssen zuerst auf bereits versiegelten Flächen, Deponien und ehemaligen Truppenübungsplätzen entstehen. Wir bekennen uns zur flächendeckenden Landbewirtschaftung."
✓ verifiziert BSW Brandenburg Wahlprogramm 2024, S. 39 · PDF öffnen
„Keine weitere Versiegelung von landwirtschaftlicher Nutzfläche."
✓ verifiziert BSW Brandenburg Wahlprogramm 2024, S. 40 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das BSW-Grundsatzprogramm ist nicht im Kontext hinterlegt — Bewertung nicht möglich. Score basiert auf konsistenter Ausrichtung mit veröffentlichten Leitlinien: Sozialstaatlichkeit, Souveränität, regionale Wertschöpfung, Kritik an neoliberaler Globalisierung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

Teilweise Übereinstimmung: SPD fordert Sicherung ländlicher Schulstandorte ([Q5]) und stärkt Regionalentwicklung ([Q4]). Aber klare Differenzen bei Mercosur (SPD unterstützt EU-Freihandel mit Nachhaltigkeitsklauseln) und bei EU-Militarisierung (SPD befürwortet europäische Verteidigungskooperation, z.B. [Q8]). Kein direkter Bezug zu den hier genannten Quellen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

SPD-Hamburger Programm betont Solidarität, soziale Marktwirtschaft und ökologische Verantwortung ([Q6], [Q7], [Q9]), was mit Forderungen nach fairen Bedingungen für Landwirt:innen übereinstimmt. Aber es verankert auch internationale Solidarität und multilaterale Kooperation ([Q7], [Q8]), was der pauschalen EU-Kritik widerspricht.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU
Wahlprogramm 4/10

Widerspruch zu CDU-Wahlprogramm: CDU befürwortet Technologieoffenheit, Klimaneutralität 2045 und EU-Integration ([Q1]–[Q5]). Die pauschale Ablehnung von EU-Militärkooperation („ReArm Europe“) und Freihandel steht im Kontrast zur CDU-Position. Auch die Kritik an EU-Bürokratie ist selektiv — CDU will Bürokratieabbau, aber nicht grundsätzliche EU-Skepsis.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont Subsidiarität, Föderalismus und Schöpfungsverantwortung ([Q1]–[Q5]), was mit Forderungen nach regionaler Steuerung (LEADER) und Naturschutz übereinstimmt. Aber die starke EU-Kritik und Anti-Militarisierung widersprechen der CDU-Position zur transatlantischen Partnerschaft und europäischen Sicherheitsarchitektur.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 8/10

Hohe Übereinstimmung: AfD lehnt Mercosur ab ([Q11] analog), kritisiert EU-Militarisierung und Bürokratie, fordert nationale Souveränität und Energieversorgungssicherheit ([Q11], [Q13]). Allerdings fehlt im AfD-Wahlprogramm expliziter Bezug zur Agrarpolitik oder LEADER.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

AfD-Grundsatzprogramm 2016 betont nationale Souveränität, EU-Kritik, Abschaffung der Energiewende und strikte Einwanderungskontrolle ([Q11]–[Q15]). Die Kritik am MFR und Mercosur passt gut dazu — allerdings fehlt eine explizite agrarpolitische Fundierung im Grundsatzprogramm.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Verbesserungsvorschläge

Vorschlag 1 von 3
Die Europäische Union muss ihre demokratische Legitimation stärken und ihre Politik stärker an den Grundwerten Menschenwürde, Solidarität und ökologischer Verantwortung ausrichten — statt Bürokratiekritik pauschal zu betreiben, fordern wir konkrete Reformen wie direkte Bürgerbeteiligung bei EU-Förderentscheidungen und stärkere Kontrolle durch nationale Parlamente .

Stärkt GWÖ-Wert 'Transparenz & Mitbestimmung' (E5) und vermeidet anti-europäische Generalisierungen, die Gemeinwohl-Prinzipien untergraben.

Vorschlag 2 von 3
sich für die Kappung der Beihilfen auf Betriebsgrößen über 1.500 Hektar einzusetzen, den Beginn der Degression auf Betriebsgrößen über 500 Hektar zu beschränken und Betriebe im Eigentum überregionaler Investoren grundsätzlich von der Agrarförderung auszuschließen — sofern sie nicht nachweislich gemeinwohlorientierte, ökologisch nachhaltige und sozial verantwortliche Strukturen nachweisen können

Vermeidet pauschale Diskriminierung und stärkt GWÖ-Werte 'Solidarität' (B2) und 'Ökologische Nachhaltigkeit' (B3) durch positive Kriterien statt bloßer Ausschlusslogik.

Vorschlag 3 von 3
sich auf Bundes- und EU-Ebene dafür einzusetzen, dass das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten nur dann ratifiziert wird, wenn es verbindliche, sanktionsbewehrte Klauseln zum Klimaschutz, zum Schutz der Biodiversität, zur Einhaltung internationaler Arbeitsstandards und zur Herkunftskennzeichnung enthält

Stärkt GWÖ-Werte 'Ökologische Nachhaltigkeit' (E3) und 'Soziale Gerechtigkeit' (E4) durch konstruktive, gemeinwohlorientierte Handelspolitik statt reiner Absage.

Abstimmungsergebnis

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt BB8-26 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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