Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine systematische Stärkung von Demokratiebildung und Mitbestimmung in sachsen-anhaltischen Schulen durch verbindliche Sozialkunde, Klassenräte, Schüler*innenparlamente mit Budget und Drittel-Parität in der Schulkonferenz.
- Verbindliche Mitgestaltung von Unterricht und Schulkultur
- Sozialkunde ab Klasse 5
- Klassenräte und Schüler*innenparlamente ab Klasse 3
- Eigenes Budget für Schüler*innenparlamente
- Drittel-Parität in der Schulkonferenz
Der Antrag stärkt systematisch alle fünf GWÖ-Werte: Menschenwürde durch partizipative Anerkennung junger Menschen als gleichberechtigte Akteur:innen (D1); Solidarität durch gemeinsame Regelsetzung und Verantwortungsübernahme (D2); Ökologische Nachhaltigkeit indirekt über Bildung für nachhaltige Entwicklung (D3, E3); Soziale Gerechtigkeit durch inklusive Beteiligung aller Schüler*innen unabhängig von Herkunft oder Förderbedarf (D4); Transparenz & Mitbestimmung durch konkrete Instrumente wie Klassenräte, Budgets und Parität (D5, C5). Kein Feld widerspricht – lediglich A- und B-Bereiche bleiben unberührt.
Stärkster Wert — Stärken
Konkrete, umsetzbare Maßnahmen; Starke Verankerung in allen fünf GWÖ-Werten
Schwächster Wert — Schwächen
Keine Berücksichtigung von Lieferketten (A-Bereich) oder Finanzpartner:innen (B-Bereich)
Matrix 2.0 · 25 Felder
Bewertungs-Kontext
Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 6/10
Teilweise Übereinstimmung: CDU betont Partizipation vor Ort (Q17) und politische Bildung (Q20), lehnt aber verbindliche Strukturen wie Drittel-Parität oder obligatorische Sozialkunde ab. Kein Bezug zu Budgets für Schüler*innenparlamente.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 7/10
CDU bekennt sich zur repräsentativen Demokratie mit Ergänzung durch Partizipation (Q19), unterstützt Kinderbeteiligung (Q17), lehnt aber verbindliche Quotenmodelle ab. Stärke liegt in der Anerkennung lokaler Gestaltungsfreiheit.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 1/10
Fundamentaler Widerspruch: AfD lehnt 'Gender-Ideologie' ab (Q45), setzt auf Leistungsprinzip statt Inklusion, befürwortet autoritäre Erziehung (Q47). Der Antrag fordert geschlechtergerechte Sprache ('Schüler*innen'), partizipative Strukturen und Demokratieerziehung – alles Kernziele, die AfD ablehnt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 8/10
Hohe Übereinstimmung: LINKE fordert seit langem demokratische Schulentwicklung, Mitbestimmung und politische Bildung. Obwohl kein Wahlprogramm im Kontext vorhanden ist, entspricht der Antrag ihrem programmatischen Profil (z.B. Forderung nach Schulkonferenz-Parität, Schüler*innenbudgets).
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 9/10
Vollständige Übereinstimmung: SPD fordert ausdrücklich 'Mitsprache- und Mitwirkungsmöglichkeiten von Schüler*innen' (Q21), 'gestärkte Rechte der Gesamtkonferenz mit paritätischem Stimmverhältnis' (Q22), 'Stärkung der politischen Bildung' (Q22) und 'Schulnetzwerk Schule ohne Rassismus' (Q23). Alle Kernforderungen des Antrags sind wörtlich im SPD-Wahlprogramm 2021 abgedeckt.
Parteiprogramm 8/10
Hamburger Programm betont Demokratieerziehung als zentral (Q28), Selbstbestimmung und Mitwirkung (Q29). Einzig fehlt die explizite Forderung nach finanzieller Ausstattung von Schüler*innenparlamenten – aber das Prinzip der 'Bildung für alle' und 'Mitwirkung' deckt dies ab.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 10/10
Der Antrag ist wortwörtlich aus dem GRÜNEN Wahlprogramm 2021 abgeleitet: Klassenräte (Q5), Anti-Mobbing & Demokratiepädagogik (Q4), inklusive Bildung (Q6), Umweltbildung als Teil der Demokratiebildung (Q3), Bürgerbeteiligung (Q10). Alle Forderungen finden sich dort konkret wieder.
Parteiprogramm 10/10
Grundsatzprogramm 2020 verankert Demokratie als Grundwert (Q9), direkte Beteiligung via Bürger*innenräten (Q10), inklusive Bildung (Q6), Recht auf Bildung als Selbstbestimmung (Q8). Der Antrag ist eine präzise Umsetzung dieser Leitideen im schulischen Kontext.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 5/10
Partielle Übereinstimmung: FDP fordert Partizipation (Q32), politische Bildung (Q32) und digitale Kompetenz (Q34), lehnt aber verbindliche Strukturen wie Drittel-Parität oder obligatorische Sozialkunde ab. Budgets für Schüler*innenparlamente widersprechen dem liberalen Prinzip der sachlichen Verwaltung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 6/10
FDP betont 'Bürgerdemokratie' (Q39) und 'neue Balance zwischen Bürger und Staat' (Q40), aber unterstreicht auch die Rolle parlamentarischer Vertretung (Q19). Der Antrag geht über 'Ergänzung' hinaus zu einer strukturellen Mitbestimmung – was im FDP-Programm nicht vorgesehen ist.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Verbesserungsvorschläge
Verstärkt den Bezug zu ökologischer Nachhaltigkeit (D3/E3) und globaler Verantwortung (E2), was die GWÖ-Matrix vollständiger abbildet.
Stärkt soziale Gerechtigkeit (D4) und Inklusion (A1/B1), indem strukturelle Zugangsbarrieren benannt und adressiert werden.
Verankert Menschenwürde (D1) und Solidarität (D2) explizit im pädagogischen Handeln und vermeidet eine rein formale Beteiligung.
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